Was man von Direct-Brands lernen kann, um digital erfolgreich zu sein

Stage-Einkaufswagen

Fokussierung als Erfolgsrezept

Der gemeinsame Nenner fast aller Direct-Brands ist, dass sie einige, wenige Dinge exzellent machen. Viele Direct-Brands fokussieren sich zum Beispiel auf eine einzige Warengruppe und kennen die Kaufentscheidungsprozesse für diese Warengruppe bis ins Detail. Aus diesem Grund wissen Direct-Brands sehr genau, wo ihre Marketingaktivitäten am besten wirken und welche Vertriebskanäle am besten performen.

Darüberhinaus bauen fast alle Direct-Brands auf eine intensive Kundenbeziehung, die nicht selten sogar echte Communities schafft. Diese Beziehung beginnt bei manchen Marken schon in der Finanzierungsphase über Crowdfunding-Plattformen. Bei anderen Marken werden die Fans und Follower in den (teils komplexen) Designprozess von neuen Produktlinien einbezogen (z.B. bei Uhren).

Erfolgskritisch sind auch die Kundenbindungs-Programme, die mittlerweile eng mit den jeweiligen Shopsystemen verknüpft sind. Die Zeiten von pauschalen Werbemailings sind hier also vorbei, stattdessen wird passender Content für das gekaufte Produkt ausgeliefert (z.B. Tutorials für Werkzeuge oder Rezepte für Küchenmaschinen). 

Einige Direct-Brands nutzen bereits erfolgreich den Trend zur Personalisierung oder Individualisierung. Bei der Konfiguration von Produkten finden sich wirklich beeindruckende und spezifische Lösungen quer durch alle Branchen, egal ob Fashion, Möbel, Regalsysteme bis hin zu Lederwaren wie Schuhe oder Geldbörsen.

Was kann man noch von Direct-Brands lernen? Ganz sicher, wie man mit dem Thema Digitalisierung von Produkten umgeht. Beispiele sind Koffer mit Powerbanks für digitale Devices, Möbelstücke mit Ladestationen, integrierten Screens und Bluetooth-Speakern, KI-unterstützes, programmierbares oder lernendes Spielzeug, multifunktionelle Küchengeräte samt Ecosystem, intelligente Haushaltsgeräte oder innovative Smart-Home Lösungen. Selbst der Vatikan ist hierzu auf eine fast schon brilliante Idee gekommen und bietet einen digitalen Rosenkranz samt App an.

Last but not least sind digitale Services natürlich eine neue Möglichkeit, um sich zu differenzieren. Im Lebensmittelbereich finden sich Abonnements, Rezeptservices, Einkaufslisten und andere Planungstools, um den Alltag zu vereinfachen. Aber auch Sport, Fitness und Wellness liefern viele Ansätze rund um Ernährungspläne, Tutorials oder sogar virtuelle Trainings.